Auch beim Thema Personal haben sich die Zeiten geändert.
Unternehmen haben es zunehmend schwerer passende und qualifizierte Mitarbeiter:innen zu finden und zu halten. #fachkraeftemangel
Dies liegt zwar einerseits an der mangelnden Ausbildung und Weiterqualifizierung williger Bewerber, andererseits aber auch an wenig interessanten Arbeitgebern und fehlenden Ideen beim Recruiting und bei der Förderung des bestehenden Personals.
Im Artikel beleuchten wir die verschiedenen Gründe und Möglichkeiten.
Mitarbeiter-Tuning
Über dieses Thema haben wir schon öfter berichtet…
Letztlich geht es immer darum nicht nur Prozesse effizient zu gestalten, sondern eben auch geeignete Mitarbeiter:innen effizient einzusetzen.
Die Frage ist dabei, wie man das erreichen kann – und das oftmals im laufenden Betrieb und mit bestehender Belegschaft.
Über die Konsequenzen ineffizienten Personals, aber auch Mittel und Wege damit umzugehen und gegenzusteuern haben wir bereits im letzten BusinessTalk „Optimieren oder aufgeben“ geschrieben.
Um es hier aber nochmal deutlich zu machen: damit dein Unternehmen professionell, effizient und profitabel läuft, musst du deine Mitarbeiter nach Ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und Talenten einsetzen, sonst hast du, wie ein Fußballtrainer, zwar erstklassige Spieler, aber keine funktionierende Mannschaft.
Natürlich ist das nicht die einzige Voraussetzung für einen professionellen, effizienten und profitablen Betrieb, allerdings wissen wir ja, dass jedes Zahnrad ineinander greift und deine Mitarbeiter:innen sind ein großes, wichtiges Zahnrad!
Aber lass uns zunächst bei dem Gedanken einer „funktionieren Mannschaft“, wie im Fußball, bleiben.
Was ist denn notwendig und wichtig, um aus talentierten Spielern eine erfolgreiche Mannschaft zu formen?
Grundvoraussetzung ist, wie gesagt, dass jeder einzelne auf der Position spielt, auf der er am besten ist. Einen Abwehrspieler als Stürmer einzusetzen kann mal funktionieren und er schießt ein Tor, aber es wäre ein Glücksfall. Er ist für diese Position nicht geeignet und fehlt dazu noch an der für ihn richtigen Stelle.
Es ist zum größten Teil deine Aufgabe als „Trainer“ das zu erkennen und zu handeln.
Die nächste Aufgabe wäre es jeden „Spieler“ individuell auf seiner Stammposition weiter zu trainieren und damit vor allem zu fördern. Halte deine Mitarbeiter:innen in ihrem Fachgebiet fit – nur so können sie immer die beste Leistung bringen, erneuern, vertiefen und erweitern ihre Kenntnisse und dein Unternehmen ist anderen vielleicht sogar einen Schritt voraus. Fort- bzw. Weiterbildungen sind zudem in einer schnelllebigen Zeit und einer ständigen Weiterentwicklung von Technologien, Gesetzen und sonstiger Rahmenbedingungen unverzichtbar.
Auch die Wertschätzung, die du damit vermittelst ist nicht zu unterschätzen. Sie motiviert und sorgt im besten Fall nochmal für eine deutliche Leistungssteigerung. Zusätzlich kannst du deinem „Spieler“ mehr Einsätze ermöglichen, neue Herausforderungen in Form von Projekten oder Sonderthemen anvertrauen.
Die besten „Spieler“ nutzen aber nichts, wenn sie nicht zu einer funktionierenden und harmonierenden Mannschaft zusammenwachsen.
Und damit hast du einer der Wohl größten Aufgaben als Chef (-Trainer). Beim Recruiting kannst und solltest du darauf achten, wer auch menschlich und charakterlich zu deinem Team passt – ein Faktor, den viele unterschätzen. Aber was kannst du tun, um aus deinem bestehenden Team eine erfolgreiche „Mannschaft“ zu formen?
Zunächst ist es wichtig, dass du die Grundvoraussetzungen für eine Teambildung schaffst.
Dies beginnt bereits mit dem normalen Büro- bzw. Arbeitsalltag. Ein offenes Miteinander, aber dennoch mit klaren Strukturen. Familiärer Zusammenhalt, aber mit entsprechender Führung, Regeln und Grenzen. Sicherlich ein Spagat, denn es soll professionell bleiben, aber auch so „freundschaftlich“ untereinander sein, dass Mitarbeiter:innen nicht nur gut miteinander auskommen, sich zu nehmen wissen, sondern auch füreinander einstehen und sich unterstützen…über den „Dienst nach Vorschrift“ hinaus.
All dies ist deine Aufgabe. Bring dein Personal, dein Team dazu, indem du eine klare Linie fährst und es vorlebst. Hab ein offenes Ohr für Probleme, sorg für eine harmonische, entspannte, humorvolle Atmosphäre, aber zeige auch eine klare Kante. Gute Teamplayer, die deinem Unternehmen nützen, werden gefördert – störende Quertreiber aus dem Team geworfen!
Neben dem richtigen Umgang unter- und miteinander, den du im Alltag förderst, gibt es auch noch Möglichkeiten, mit denen du dein Team im Idealfall wirklich zu einer festen Einheit zusammenschweißt. In jedem Fall trennt sich spätestens hier die Spreu vom Weizen…Team-Events. Hier lernst du deine Mitarberiter:innen in einem eher privaten Rahmen nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Abseits der Arbeit verhalten sich Menschen etwas unkontrollierter, aber dadurch auch authentischer. Neben der stetigen Einschätzung und Beurteilung deines Personals und diesem „Goodie“ als Motivationsspritze, sind solche Team-Events aber vor allem ein „Kleber“, der dein Team sich aufgrund des eher privaten Erlebnisses nochmal auf anderer Ebene kennenlernen und zusammenwachsen lässt.
Wo wir gerade bei Motivationsspritzen sind…neben einem angemessen Gehalt und möglichen Goodies als Ersatz- oder Zusatzleistungen, auf die wir im nächsten Abschnitt noch weiter eingehen, treiben vor allem die individuelle Förderung, Wertschätzung und gemeinsame Events und dein Team-Buiding im Alltag deine Mitarbeiter:innen zur Höchstleistung an. Das solltest du nie unterschätzen.
Eine weitere Motivationsmöglichkeit und Stellschraube in Sachen Zufriedenheit, Effizienz und Produktivität sind und belieben (mal wieder) Prozesse.
Bist du bereit Abläufe und Geschäftsprozesse zu analysieren und zu optimieren, zeigt das nicht nur deinen Mitarbeiter:innen, dass sie gehört werden und du sie unterstützt, sondern dir vor allem wo Schwachstellen sind und wo du Personal effizienter einsetzen kannst. Im Zusammenspiel mit der passenden Software entlastet es und du kannst dein Personal so einsetzen, wie es tatsächlich benötigt wird. Du wirst eigentlich in jedem unserer Artikel darüber lesen. Effiziente Prozesse sind nunmal das Kernstück eines gut laufenden Unternehmens.
Falls du bezüglich Motivation, Personalmanagement, Konfliktlösungen und Team-Building noch fragen hast, beraten wir dich gern individuell, klären alle offenen Fragen und finden Lösungen!
Frischer Wind
Wie kannst du für dich das Thema „Fachkräftemangel“ umgehen?
Wie findest du gute, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter:innen?
Letztlich ist es es wie bei der Partnersuche…man sollte nicht suchen – man wird gefunden!
Und da steckt mehr Wahrheit drin als man denkt. Denn auch, wenn es natürlich anders publiziert wird, wer findet im Online-Dating wirklich den Partner seines Lebens? Meistens sind es doch eher Zufallsbekanntschaften oder man wird eben von Freunden vorgestellt. Das ist genau der Punkt…man kennt dich eventuell bereits und findet dich attraktiv.
Und damit kommen wir auch direkt zur zweiten Parallele, denn ein weiterer Grundsatz in der Partnersuche ist: „du bekommst, was du bist!“
Auch, wenn es heißt „Gegensätze ziehen sich an“, wird sich letztendlich und egal auf welcher Ebene immer attraktiv mit attraktiv, offen mit offen, konservativ mit konservativ, ehrlich mit ehrlich und immer so weiter treffen und finden. Man zieht immer das an, was man im tiefsten Kern selbst ist…jedenfalls langfristig.
Was heißt das nun für dein Recruiting?
Naja…auch hier sind deine Chancen entsprechend höher, dass zu finden, was du willst, wenn du es selbst verkörperst!
Dementsprechend solltest du deine Image, deine Außenwirkung pflegen. Ist dein Unternehmen eher konservativ, kreativ, aufgeschlossen, hip, beständig oder schnelllebig? Das, was du nach außen „verkaufst“, wie du (auch auf Bewerber) wirkst, wie man dein Unternehmen öffentlich wahrnimmt, ist entscheidend dafür, wer sich bei dir bewirbt – und das branchenübergreifend.
Die erste Maßnahme beim Recruiting ist also das Image deines Unternehmen beginnend der Website und Social Media bis hin zur Stellenanzeige so zu formen, dass sich auch was Bewerber angeht genau deine gewünschte Zielgruppe angesprochen fühlt.
In jeden Fall zählt aber Attraktivität! Warum sollte sich in einem mittlerweile arbeitnehmerfreundlichen Markt jemand genau für dich bzw. dein Unternehmen interessieren und entscheiden? Was hebt dich von der Masse (auch innerhalb deiner Branche) ab? Was legst du auf den Tisch, damit sich gute Bewerber, die ihren Wert kennen, ausgerechnet für dich entscheiden?
Warum sind z.B. Apple und Google, trotz mancher Skandale, so beliebte Arbeitgeber, dass sich quasi um die Stellen geprügelt wird?
Sie sind die Arbeitgeber ihrer Branche! Jeder IT-Fachmann würde sich im Zweifel für diese Arbeitgeber entscheiden, wenn sich die Chance bietet. Es ist quasi eine Ehre dort arbeiten zu dürfen. Der Vorteil für Google & Co. liegt auf der Hand – sie können sich die besten der Besten aussuchen. Falls es doch mal nicht passt, findet sich schnell Ersatz.
Auch, wenn es viele Beispiele für ein negatives Image dieser Unternehmen gibt, genießen sie höchstes Ansehen. Neben einem meist „fürstlichen“ Gehalt, sehr guten Aufstiegschancen und dem generellen „Unternehmens-Spirit“, ist vor allem das innerbetriebliche Image, der Lifestyle, der nach außen publiziert wird, entscheidend. Angefangen mit dem Wegfall der Kleiderordnung, verspricht man dort eine eher schon kommunenartige Gemeinschaft mit Wohnheimen, Campus, freien Arbeitszeiten in einer fast schon hierarchielosen Struktur, wo man familiär zusammengewachsen auf innovative Weise die Welt verändert.
Dein Unternehmen wird dies vielleicht nicht auf diese Weise verkörpern und eventuell auch nicht wollen, aber es ist klar, wo die Reise hingeht und was damit verdeutlicht werden soll.
Du solltest dir (nicht nur aus Marketing-Gründen) einen Namen innerhalb deiner Branchen machen und dein Image so aufbauen, dass du nicht nur die Kunden und Bewerber bekommst, die du gern hättest, sondern du such möglichst der erste Gedanke bei beiden bist, wenn es um deine Branche geht.
Klingt nach einer Mamut-Aufgabe und das ist es auch, aber mit kleineren Schritten kannst du dir nach und nach dein Wunsch-Image aufbauen. Wie das bzgl. Kundengewinnung funktioniert, kannst du u.a. im Artikel „Was brauchst du wirklich?“ nachlesen. Aber wie funktioniert das jetzt genau, wenn es um qualifiziertes und geeignetes Personal geht?
Neben den Maßnahmen, die wir im ersten Abschnitt bereits genannt haben und die zu einem durchweg positiven Betriebsklima führen, gibt es „Standards“, die erfüllt sein sollten und zusätzliche „Goodies“, die du ins Auge fassen solltest, wenn du dauerhaft qualifizierte und motivierte Mitarbeiter:innen dazugewinnen und halten willst:
- Gehalt: halte dich im Rahmen deiner Möglichkeiten an die Branchenvorgaben. Hier geben bereits Jobbörsen eine gute Orientierung. Lass dabei einen gewissen Entwicklungsspielraum, denn leistet dein Personal nachweislich gute Arbeit, wird es jährlich mindestens den durchschnittlichen Inflationsausgleich von 3% fordern. Wird für eine Berufsgruppe aus mehreren Quellen z.B. eine Spanne zwischen 50.000 € und 60.000 € (Jahresbruttogehalt) angegeben, solltest du dich bei ca. 53.000 € einpendeln.
- Zusatz- u. Ersatzleistungen: kannst oder willst du in diesem Beispiel nicht über die 50.000 € gehen, gibt es auch noch diese Möglichkeiten deinen Mitarbeiter:innen finanzielle Vorteile zu bieten – oft sogar steuerbegünstigt.
- Verpflegungsgutscheine (bis 50 € im Monat steuer-/sozialversicherungsfrei)
- oder allgemeiner Verpflegungszuschuss (6,67 € pro Arbeitstag steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Tankgutscheine (bis 50 € im Monat steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Jobticket (bis 100 € pro Monat steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Gutscheine f. Produkte u. Dienstleistungen (bis 50 € pro Monat steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Zuschuss zur Mitgliedschaft im Fitness-Studio (bis 50 € pro Monat steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Zuschuss zu Gesundheitskursen (bis 600 € im Jahr steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Zuschuss zur Kinderbetreuung (unbegrenzt steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Interne Mitarbeiter-Rabatte für Produkte deines Arbeitgebers (bis 1.080 € im Jahr steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Mitarbeiter-Rabatte über Corporate-Benefits
- Bereitgestelltes Smartphone und Laptop (mit Erlaubnis auch privat nutzbar)
- kostenlose Getränke, Obst und Snacks (gelten als Betriebskosten)
- Bei einem Dienstwagen oder E-Bike (meist 1%-Regelung)
- Firmenwerbung auf Privatfahrzeug (bis 21 € pro Monat steuer-/sozialversicherungsfrei)
- Geschenke / Sachleistungen (bis zu 60 € pro Jahr gelten ebenfalls als Betriebskosten)
- Erholungsbeihilfe (bis zu 156 € f. Mitarbeiter:innen, zusätzlich 104 € f. den Ehepartner und 52 € unterhaltspfl. Kind pauschal mit 25% besteuert)
- Inhouse Socializing: auch ein weiterer Baustein für das Betriebsklima und das Team-Building – gleichzeitig sorgt es für Entspannung. Richte z.B. einen Gruppenraum als innerbetrieblichen, aber zugleich privaten Begegnungsort mit Dart, Kickertisch, Boxsack, aber auch Liegen oder Hängematten ein. Keine Sorge…die dort allein oder mit den Kollegen verbrachte Zeit ist natürlich keine Arbeitszeit, kann aber generell und in stressigen Situationen nochmal richtig motivieren und die Leistungen steigern. Vielleicht hast du auch einen netten Außenbereich, den für Pausen oder auch für das freitägliche Grillen inkl. Sundowner und Wochenrückblick herrichten kannst.
Auf unserer Website DVision // Coaching haben wir diese und andere Möglichkeiten aus Arbeitnehmer-Sicht im Detail erklärt.
Grundsätzlich solltest du auch aus geschäftlichen Interesse alles dafür tun, dass sich gute Mitarbeiter bei dir wohlfühlen und unbedingt bei dir arbeiten möchten – nicht nur als Bewerber, sondern auch Tag für Tag als Mitarbeiter. Die Zeiten haben sich nunmal geändert – jetzt bist DU dran!
Wenn du das einigermaßen und je nach deinen Möglichkeiten erreicht hast, kannst du viel Zeit beim Recruiting sparen und musst kaum auf die nachfolgenden Mittel und Wege zurückgreifen, denn die Bewerbungen kommen von selbst und du musst nur zugreifen.
Mittlerweile sind wir weit von der klassischen Stellenanzeige in der Tageszeitung entfernt. Auch hier hat sich der Markt weiterentwickelt. Auch die Anzeige in Online-Stellenbörsen oder die Werbung auf Firmenfahrzeugen sind längst nicht mehr innovativ genug, um junge, frische Talente zu erreichen.
- eigene Stellenbörse / digitalisiertes und automatisiertes Bewerbungsverfahren: hier bist du vollkommen gestaltungsfrei und kannst das Bewerbungsverfahren für dich und die Bewerber:innen beschleunigen und vereinfachen.
- Verlinkungen auf anderen Webseiten: ob für Kunden oder Bewerber:innen – Verlinkungen auf Webseiten, die deine Zielgruppe interessieren, verschaffen dir von beidem mehr.
- Social Media: ist generell aber auch hier das mächtigste Werkzeug. Steuer deine Stellenanzeigen ähnlich wie Werbeanzeigen zielgruppenorientiert und damit passgenau. Zudem ist es das Medium junger Berufseinsteiger.
- Professionelle Plattformen (wie LinkedIn oder Xing): hier gilt ähnliches wie bei Social Media. Zusätzlich kannst du hier noch professioneller darstellen und geeignete Kandidaten gezielt abwerben.
- Personal-Dienstleister: sind besser als ihr Ruf und es es werden dort längst nicht mehr nur die Leute vermittelt, die sonst keine Chancen haben. Ganz im Gegenteil. Mit einem Personal-Dienstleister hast du (bei dem richtigen) einen kompetenten Ansprechpartner, der die zielorientiert und ohne deinen eigenen Zeitaufwand die passenden Mitarbeiter:innen vorstellt. Dabei bist du meistens frei, ob du die direkte Vermittlung oder (zunächst) Arbeitnehmerüberlassung wählst.
- Scouting: ist ähnlich gelagert wie die Personal-Dienstleistung, weil gezielt nach bestimmten Talenten gesucht, also gescoutet wird. Dabei geht man oft aber ein Stückchen weiter und versucht (wie beim Fußball) junge Talente direkt von der Schule oder der Uni abzuwerben. Oft geht man gezielt zu diesen Orten oder auf Job-Messen, verteilt Flyer, macht Werbung und führt quasi Rekrutierungs-Gespräche.
Flattern dir die Bewerbungen auf den Tisch, geht es um die richtige Personalauswahl.
Neben dem Fachwissen, der Qualifikation und der charakterlichen Eignung kannst und solltest du vielleicht aber auch andere Wege gehen bzw. vielmehr hinzufügen. Schau mal weit über den Tellerrand hinaus und sieh dir z.B. andere Nationen an. Klar, mit Sicherheit fällt dir relativ schnell China ein, wo die Arbeiter von morgen bereits auf ideologische Weise spätestens ab dem Kindergarten zu „fleißigen Bienen“ herangezüchtet werden. Erfolgreich…auf jeden Fall – in Deutschland jedoch nicht wirklich umsetzbar und aus unserer Sicht auch nicht erstrebenswert.
Das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, die USA, sind da vielleicht das bessere Beispiel. Neben dem Arbeitnehmer-Traum vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, ist für dich entscheidend warum das dort (bei aller Träumerei) zumindest theoretisch möglich ist und was dein Vorteil dabei sein könnte.
Die USA unterscheiden sich aus vielerlei Sicht erstmal nicht groß von Deutschland…guter Schulabschluss, am besten Elite-Uni, Karriere im Großkonzern. Aber es gibt vor allem dort eben auch die Möglichkeit, wie in kaum einem anderen Land, sich durch Fleiß, Willen und stetige Weiterbildung hochzuarbeiten.
Was heißt das für dich und dein Unternehmen?
Nun…einerseits, dass du durch Weiterbildung, Förderung und den Einsatz auf den richtigen Positionen zumindest manche Mitarbeiter:innen aus dem Mittelfeld in den Sturm zum Goal-Getter befördern kannst. Andererseits kannst du mit dem richtigen Gespür auch Rohdiamanten eine Chance geben und nicht nur auf den top ausgebildeten Elite-Absolventen warten.
Gib vor allem jungen Leuten eine Chance – auch wenn die Papiere (Zeugnisse, Abschlüsse etc.) vielleicht erstmal dagegensprechen. Wenn sie dich mit Willen und Motivation überzeugen können wird es sich lohnen. Finanziell auf jeden Fall, denn hier kannst du natürlich erstmal etwas am Gehalt sparen. Wichtiger ist jedoch, dass vor allem diese Mitarbeiter:innen dankbar sind und es dir mit Fleiß und Loyalität zurückzahlen.
Und nun stell dein Team zusammen – wir sehen uns in der Champions-League!