…oder schaffst du es auch allein?
Eine eindeutige oder „richtige“ Antwort kann es dazu nicht wirklich geben – soviel schonmal vorweg.
Dein Weg in die Selbstständigkeit oder deiner Optimierung ist immer ein sehr individueller und es ist schwer zu pauschalisieren. Grundsätzlich gilt aber, dass auch hier ZEIT dein wertvollstes Gut ist und du sie dementsprechend sinnvoll einsetzen solltest.
Deine Zeit
Ob als Gründer:in oder etablierter Unternehmer:in – deine Zeit ist das wichtigste und teuerste Gut. Geschäftlich wie privat.
Neben der Frage, ob du gewisse Maßnahmen selbst erledigen kannst oder solltest, sind die zentralen Fragen also, ob du tatsächlich auch die Zeit dazu hast und was es dich kostet.
Gerade als Gründer:in hast du eine Vielzahl an Aufgaben in Sachen Planung, Organisation, Recherche, Papierkram etc. zu erledigen. Möchtest du dein Unternehmen optimieren stehen ebenfalls To Dos an, die dir im laufenden Betrieb viel Zeit und damit Geld rauben.
Vor allem, wenn du noch nicht gestartet bist, denkst du wahrscheinlich „Naja…ich bzw. meine Zeit kostet ja nichts!“
Wie schon gesagt -> deine Zeit ist das teuerste in deinem Unternehmen.
Mal abgesehen davon, dass du deine Zeit auch privat mit der Familie, Freunden oder einfach mal für dich genießen möchtest, solltest du auch deinen Wert als Unternehmer:in betrachten.
- Was kostest du persönlich pro Stunde?
- Und was könntest du in der Zeit, in der du planst, organisierst und Papierkram erledigst, Sinnvolles und Gewinnbringendes für dein Unternehmen tun?
Lässt man Argumente wie eine gesunde Work-Life-Balance mal außen vor, bleibt es somit eine reine Kostenrechnung.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie lange es selbst als Profi dauert, um als Gründer alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen bzw. Optimierungsmaßnahmen durchzuführen. Daraus ergibt sich folgendes Rechenbeispiel:
=> Planung, Recherche, Organisation, Prozessentwicklung, Entwerfen, Corporate/Webdesign etc. = ca. 1.000 Stunden (also min. 125 Tage bzw. 25 Wochen oder knapp 6 Monate)
=> Du kostest deinem Unternehmen in diesem Zeitraum = 45.000 € (bei nur 90,00 € Stundensatz und interner, hälftiger Kostenverteilung)
=> Dein nicht erwirtschafteter Umsatz in diesem Zeitraum = min. 22.500 € (berücksichtigt man lediglich 25% Auslastung bei Gründungen)
Berücksichtigen wir also nur mal deinen nicht erwirtschafteten Umsatz, gehen auch nur von dem sehr gering berechneten Betrag von 22.500 € aus und vernachlässigen den tatsächlichen Zeitfaktor und die eigentlich ebenfalls wichtigen internen Zahlen, kostest dich dein „Einzelkämpfer:in“ sein jeden Monat min. 3.750 €.
Du stellt also auch an dieser Stelle fest: Zeit ist Geld!
Unabhängig von welchem Standpunkt du es nun betrachtest – du solltest weder deine Zeit, noch dein Geld verschwenden.
Spar dir deine wertvolle Zeit, überlass die Arbeit einem Profi und generiere in dieser Zeit lieber Umsatz!
Fachwissen
Zusätzlich zu dem wichtigsten Faktor Zeit, gibt es natürlich weitere entscheidende Faktoren, die du bei deinem Vorgehen berücksichtigen solltest.
Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der Punkt „Fachwissen“.
Du bist in deiner Branche sicherlich Experte und besitzt das nötige Fachwissen, um in deinem Bereich fachlich die richtigen Entscheidungen zu treffen und die richtigen Wege zu gehen.
Aber wie sieht es in den anderen Unternehmensbereichen aus? Kennst du dich als erfolgreicher und kompetenter Handwerker, IT-Spezialist oder Gastronom auch in z.B. buchhalterischen, rechtlichen und/oder logistischen Fragen aus?
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass keiner von uns Allrounder ist. Das ist im beruflichen als auch im privaten Leben so.
D.h. bei buchhalterischen Fragen konsultieren wir einen Steuerberater/Buchhalter, bei Rechtsfragen einen Rechtsanwalt usw. Wir lassen also Arbeit, die wir nicht selbst erledigen können, wollen oder dürfen jemand anderen machen.
Ein Prinzip, das wir nicht nur auch privat jeden Tag verfolgen, sondern von dem wir alle ja auch leben.
Wir alle bieten das an, was wir können…in dem wir Experten sind und sparen damit unseren Kunden und Klienten nicht nur zeitlichen und ggf. finanziellen Aufwand, sondern verhelfen ihnen auch zu mehr Sicherheit.
Wenn es also darum geht:
- dass Aufgaben korrekt erledigt werden
- es ggf. rechtlich abgesichert ist
- du ein Stück weit aus der Verantwortung bist
und all dies Bereiche betrifft, in denen dies absolut wichtig ist, solltest du wirklich über das Hinzuziehen eines Profis nachdenken. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.
Außerdem ist aber auch hier der Zeitfaktor ein wichtiges Element. Denn natürlich kannst du auch versuchen selbst einiges zu recherchieren und dir vielleicht sogar selbst beizubringen, aber auch das kostet dich am Ende unnötig Zeit.
Wichtiger an dieser Stelle ist jedoch die Frage, was du dabei für Ergebnisse zu erwarten hast.
Ist das Ergebnis so, wie du es dir vorgestellt hast? Ist es ansprechend für deinen Kunden? Ist das Ergebnis überhaupt (fachlich/rechtlich) korrekt?
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: „meistens nicht!“
Man verbringt Tage, Wochen oder sogar Monate damit Themen zu recherchieren, versucht z.B. selbst eine Website zu basteln, Formulare oder Vorlagen zu erstellen und sich Abläufe und Prozesse auszudenken – das dauert nicht nur unnötig lang und kostet jede Menge Nerven, das Ergebnis ist auch meist eher dürftig!
Konsultierst du einen Profi, kannst du von seinem Fachwissen profitieren, erhältst einen unabhängigen Blick von außen und kannst durch fachlich fundierte Beratung die für dich und dein Unternehmen richtigen Entscheidungen treffen.
Schau dir dazu auch gern den Artikel „Was brauchst du wirklich?“ an.
Verantwortung & Sicherheit
Eng verknüpft mit dem Punkt „Fachwissen“ ist auch der Faktor „Verantwortung & Sicherheit“, denn hier geht es darum für was du Verantwortung übernehmen willst, kannst und darfst und die Rechtssicherheit, die damit verbunden sein kann.
Wir haben bereits beleuchtet, dass es sinnvoll ist sich einen Experten in Boot zu holen, um fachlich ein korrektes und gutes Ergebnis zu erzielen.
Aber wie sieht puncto „Verantwortung & Sicherheit“ aus? Was muss hier beachtet werden und wo ist die Abgabe an einen Experten sinnvoll?
Klar ist, dass du z.B. rechtliche Angelegenheiten an einen Rechtsanwalt geben solltest. Allerdings gibt es noch weitere Bereiche, bei denen du zumindest einen Profi hinzuziehen solltest.
Fangen wir vorne an…
Du startest und hast bereits erste Ideen entwickelt, wie du dein Business aufziehen oder optimieren kannst/möchtest.
Dabei kommen direkt folgende Aufgaben und Fragestellungen auf dich zu:
- Machbarkeitsprüfung / Ist dein Vorhaben grundsätzlich umsetzbar?
- Marktanalyse / Konkurrenz? Innovation? Alleinstellungsmerkmale?
- Finanzen / Finanz- und Budgetplanung
- Prozesse und Abläufe
- Formalitäten (intern: Formulare, AGB, Datenschutz etc. / extern: Anträge, Anmeldungen, Erlaubnisse etc.)
- IT-Themen (Datenmanagement, Software, Installationen/Einrichtung)
- Website-Gestaltung, Social Media und rechtliche Erfordernisse
- Kundenmanagement
- Buchhaltung (inkl. steuerliche Fragen)
- u.v.m.
Wir haben vorab bereits die Fragen gestellt, ob du deine ZEIT dafür investieren solltest und du das dafür notwendige FACHWISSEN besitzt oder dir aneignen kannst. Nun stellen wir uns die Frage, die quasi alle drei Aspekte miteinander verknüpft.
Ist es wirklich eine gute Idee etwas selbst zu versuchen, für das man eigentlich weder Zeit, noch das Fachwissen hat und sich somit auch rechtlich und vertraglich unsicher und auch unprofessionell aufstellt?
Mein persönliches Fazit lautet „Nein!“
Es macht zumindest in den wirklich wichtigen Themen, die wir größtenteils oben aufgelistet haben, keinen Sinn. Es kostet Zeit und damit viel Geld – mehr als ein Profi je kosten würde. Es ist und wirkt auch auf Kunden unprofessionell. Es ist vor allem aber auch gefährlich, weil es in rechtlichen und vertraglichen Angelegenheiten schnell zu ernsthaften Konsequenzen führen kann.
Bezüglich eventueller Kosten, vor allem bei einer Gründung, schau dir auch gern den Artikel „Gründen ohne Budget – geht das?“ an.